Prism Break – überwachungsfrei, anonym & mobil surfen mit Raspberry Pi

OnionpiEs gibt eine tolle Anleitung des Projektes Onion Pi, die erklärt wie man aus einem Raspberry Pi auf dem man die Anonymisierungssoftware TOR installiert einen mobilen und überwachungssicheren Internetzugang baut.

Der Überwachungsskandal Prism bei dem die NSA ohne rechtsstaatliche Kontrolle das Internet überwacht hat viele aufgeschreckt. Leider arbeitet die NSA aber mit dem BND Hand in Hand und der BND überwacht ebenfalls mit fragwürdiger rechtlicher Grundlage das Internet. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte garantiert uns im Artikel 12 ein Recht auf Privatsphäre und schützt uns vor verdachtsloser Überwachung durch den Staat.

Artikel 12:
Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, sein Heim oder seinen Briefwechsel noch Angriffen auf seine Ehre und seinen Beruf ausgesetzt werden. Jeder Mensch hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen derartige Eingriffe oder Anschläge.

Schützen gegen die illegale Überwachung kann man sich nur, wenn man auf die großen us-amerikanischen Anbieter im Internet verzichtet und beispielsweise verschlüsselt und anonym mit TOR surft.

Was fängt man mit so einem anonymen Internetzugang an?

1) Er eignet sich für Gastwirtschaften, die ihren Kunden einen Internetzugang anbieten wollen und sich vor den rechtlichen Risiken der Störerhaftung schützen wollen. Es sind leider schon Gastwirte von der Justiz belästigt worden, weil angeblich urheberrechtlich geschütztes Material illegal über derartige Netzwerke heruntergeladen wurde.
Abgesehen davon kann man natürlich endlich wieder sorgenfrei seinen Nachbarn ein freies WLan anbieten.

2) Man kann damit einen eigen Piratenserver betreiben.

3) Es ist immer gut vorbereitet zu sein. Schließlich wird auch in angeblich freien demokratischen Ländern immer mal wieder über Zensurmaßnahmen im Namen der Sicherheit nachgedacht.